Wir leben aktuell in einer Zeit, in der sich die Gegebenheiten und äußeren Umstände im Minutentakt zu überschlagen scheinen. Werte, Normen und Regeln, die einst Orientierung gegeben haben, verschwinden im Sog der aktuellen Geschehnisse. Nicht zuletzt durch die Maschinerie der Digitalisierung und die panische Medienagenda, finden wir uns in einer Welt wieder, in der wir uns fast schon ein bisschen hilflos, ja, heimatlos fühlen.

Wir spüren wieder die tiefe Sehnsucht nach etwas Beständigem. Nach etwas Vertrautem. Nach einem bisschen heiler Welt. Gabriele Fischer schreibt in der aktuellen brand eins zu Orientierungspunkte „In unübersichtlichen Zeiten sehnt sich der Mensch nach Halt.“ Und auch wir haben uns im Redaktionsteam gefragt, was gibt uns Halt? Was gibt uns Orientierung, Sicherheit und Vertrauen? Was ist für uns dieses kleine Stückchen heile Welt?

In der aktuellen HERZWERT-Ausgabe geht es genau darum. Es geht um die Stadt, in der wir leben. Finden wir dort all das? Die Antwort ist ein ganz klares „je nachdem“. Heidelberg kann Schicksal sein und Heidelberg ist auch ein bisschen wie Leben in einer Postkarte. Heidelberg ist die Stadt, die niemals richtig wach wird und in der man sich noch die Geschichte von den Bienchen und Blümchen erzählt. Heidelberg hält einen gefangen, in Raum und Zeit, in poetischen Versen oder in 140 Sekunden. Heidelbergs schönste Orte findet man nicht im Stadtführer, sondern in persönlichen Geschichten. Heidelberg ist Hip(Hop) und Heidelberg ist Abenteuer. Bei Heidelberg ist man immer etwas hin- und hergerissen und in Heidelberg kennt man sich. Heidelberg ist Heimat. Der Ort der Zuflucht, an den man sich zurückziehen kann, wenn da draußen wieder alles wild und laut wird.

Unsere Gedanken und Geschichten dazu möchten wir mit Euch teilen und vielleicht auch Euch ein bisschen Halt und ein kleines Stück heile Welt geben, in die ihr Euch zurückziehen könnt.

Herzlichst

Romina Becher

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